An alle Streiter Terras und Ignis

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An all die Lebenden in Mitraspera,

mein Vater gab mir den Namen Manca-chattra, ich bin gartengeboren, A´lissa-Tain und Kha´ma der Laka´Tain, Hüterin Turunuurs und Königin der Halephischen Wälder. Ich rufe an meine Seite den Lhor´Korin und meinen getreuen Gefährten Phobaran. Mögen die Völker der Erde und des Feuers meine Worte ebenso vernehmen, wie alle lebenden Siedler dieser Welt. Denn die Verbrechen der Alten Herrscher gehen uns alle etwas an, noch viel mehr aber, welche Gräuel die Zweite Schöpfung dem Werk meines Vaters aufzwingt.

So vermag ich niemals zu vergessen, was der verderbte Merth’yar dem Hof der Gebeine angetan hat, einem Ort den Smaragdsängern heilig als letzte Ruhestätte meiner Kinder, dem Volk der Laka-tain. Relikte und grausame Werkzeuge aus alter Zeit ließ er unter dem Opfer von Blut, Asche und Feuer tief in den Boden treiben und zwang den Ort Terras unter die Racheherrschaft seines einstigen Herrn. Fürderhin war der Hof der Gebeine kein Ort der Ruhe mehr, sondern vielmehr Knecht und Geisel von Seelen, die eigentlich dafür bestimmt waren ihren letzten Schritt im Kreislauf der Welt zu gehen. Und all dies nur, um den Glutwall zu schaffen, ein Heim für die Libellenkönigin und ihr Volk, Auge und Klinge des Rachereiches, ein hässliches, arkanes Konstrukt, dass rein Zielen von Macht und Einfluss diente.

Und obwohl mich dies wie ein brennender Dorn im Leib meines Vaters schmerzte, vermochte ich in der Wappnung wider die Verfemten dem Bündnispartner jene Fehler der Vergangenheit einstweilen zu verzeihen. Doch als ich mir selbst ein Bild der Lage machen wollte, traf ich auf Noreen Brandbringer, ihre aus Rache und Leid geborene Garde des Vulkans und Truppen des Schwarzen Eises. Offenbar war die einstige Dienerin des Feuers ihren Prinzipien im Angesicht der Niederlage nicht mehr treu geblieben und hatte sich neue Verbündete gesucht. So stürmt nun die Essenz gegen die Ignis-Macht des einst heiligen Ortes an und versucht nicht nur den Hof der Gebeine mit den dort aufbewahrten Geheimnissen der Laka-tain, sondern auch den Glutwall unter ihre Kontrolle zu zwingen. Die Konsequenzen ob ihres drohenden Erfolges vermag nicht einmal die hässliche Stimme der Wahrheit meines Gefährten Phobaran in Worte zu kleiden. Niemals darf ihnen dies gelingen, eher noch werfe ich meine Aufgabe der ewigen Wacht über meinen Vater in die Waagschale und bin bereit, mich im Kampf gegen diese Bedrohung aufzuopfern.

So rufe ich all jene, die Mitraspera vor den eiskalten Klauen des Schwarzen Eises bewahren wollen, welche die Verbrechen von Merth’yar bekämpfen wollen, die bereit sind den Hof der Gebeine wieder in Terras Arme zu führen und den Kreislauf des Lebens schützen wollen: Bitte kommt herbei und trefft mich an den Toren der Sonne in Khal’Hatra.

Verkündet von der
Manca-chattra

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